Kosten · 6 Kapitel

Was kostet eine Website? Die Preislogik statt Preisliste

Eine Website-Pauschale ist erst mit definiertem Umfang belastbar. Hier ist die Rechenlogik: vier Kostentreiber, mögliche Zusatzposten und die Checkliste für ein vergleichbares Angebot.

Einstieg

Was eine Website kostet, hängt wesentlich von Umfang, Inhalten, Technik und Pflege danach ab. Eine Pauschale ist nur belastbar, wenn diese Punkte und der Umgang mit Änderungen definiert sind.

Ich komme aus dem Controlling. Dort lernst du, Angebote nicht nach der Endsumme zu beurteilen, sondern nach der Frage: Was genau steckt drin und was fehlt?

Genau diese Brille bekommst du in diesem Artikel. Keine Preisliste, weil jede ehrliche Zahl von deinem Projekt abhängt. Dafür die komplette Rechenlogik, mit der du jedes Angebot zerlegen kannst. Auch unseres.

Kapitel 01

Warum eine Pauschale einen definierten Umfang braucht

Eine Website ist kein Produkt aus dem Regal. Eine Visitenkarten-Seite mit fünf Unterseiten und ein Online-Shop mit Warenwirtschaft tragen denselben Namen und haben so viel gemeinsam wie ein Lastenrad und ein Sattelzug.

Eine einzelne Zahl ohne Leistungsbeschreibung kann weder enthaltene Arbeit noch spätere Zusatzkosten erklären. Niedrige und hohe Pauschalen sind deshalb nicht allein am Endbetrag zu bewerten.

Vergleiche stattdessen die Kostentreiber, Annahmen und Ausschlüsse. So lässt sich ein Angebot als Kalkulation lesen statt als bloße Endsumme.

Kapitel 02

Die vier Kostentreiber

Diese vier Größen sind ein nützlicher Ausgangspunkt. Frag bei jedem Angebot nach, wie sie angesetzt sind und welche weiteren Kosten hinzukommen können:

  • Umfang: Wie viele Seiten, wie viele Vorlagen? Zehn Unterseiten aus drei wiederverwendbaren Vorlagen kosten deutlich weniger als zehn Einzelanfertigungen. Entscheidend ist die Zahl der Vorlagen, nicht die Zahl der Seiten.
  • Inhalte: Texte, Fotos und Videos. Kläre, wer sie erstellt, prüft, freigibt und welche Nutzungsrechte enthalten sind.
  • Technik: Baukasten, WordPress, Shopsystem oder individuelle Entwicklung. Buchungssysteme, Schnittstellen und Mehrsprachigkeit können den Aufwand jeweils verändern.
  • Pflege: Updates, Sicherheit, Hosting und Änderungen nach dem Livegang. Frag nach laufenden Kosten, Zuständigkeiten, Reaktionszeiten und Ausschlüssen.

Kapitel 03

Die versteckten Posten, die Angebote gern auslassen

Wenn zwei Angebote trotz ähnlich klingender Leistung deutlich auseinanderliegen, prüfe zuerst Umfang, Annahmen und Ausschlüsse statt automatisch dieselbe Leistung zu unterstellen.

Häufig zu klären sind Texte, Foto- und Bildrechte, Suchmaschinen-Grundlagen, Inhaltsumzug, Korrekturschleifen sowie Änderungen nach dem Livegang. Jeder dieser Punkte kann enthalten oder ein Zusatzposten sein.

Beim Relaunch kommen URL-Mapping und Weiterleitungen hinzu. Fehlende Planung kann Crawling, Indexierung, Rankings und damit wirtschaftliche Kennzahlen beeinträchtigen; Umfang und Ergebnis sind nicht vorhersagbar. Die Schritte stehen in unserer Website-Relaunch-Checkliste.

Seit dem 28.06.2025 gelten Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes für bestimmte Produkte und Dienstleistungen gegenüber Verbrauchern. Anwendungsbereich und Ausnahmen hängen vom konkreten Angebot und Unternehmen ab und sollten fachlich geprüft werden. Unabhängig davon erweitert eine zugängliche Website die Nutzbarkeit. Kläre im Angebot Standard, Testumfang und Dokumentation.

Ein Angebot, das diese Posten offen ausweist, wirkt auf den ersten Blick teurer. Es ist nur ehrlicher.

Kapitel 04

Baukasten, Freelancer oder Agentur?

Die Frage hinter der Kostenfrage: Wer soll es bauen? Alle drei Wege sind legitim. Sie verteilen nur Geld, Zeit und Risiko verschieden.

Ein Baukasten kann bei überschaubaren Anforderungen passen. Vergleiche Lizenz- und laufende Kosten, eigene Arbeitszeit, Gestaltungsspielraum, Datenexport und Anbieterbindung über die geplante Nutzungsdauer.

Ein Freelancer kann für ein klar umrissenes Projekt passen. Kläre Verfügbarkeit, Vertretung, Rechte, Wartung und Übergabe vertraglich.

Eine Agentur kann Design, Technik, Texte und SEO bündeln. Haftung und Verantwortlichkeiten ergeben sich aus Rechtsform und Vertrag, nicht aus dem Wort Agentur. Ob sich die Struktur rechnet, hängt vom Bedarf ab. Mehr unter Agentur oder Inhouse?

Und wenn deine Website vor allem eine einzige Kampagne tragen soll, brauchst du vielleicht gar keine komplette Website, sondern erst einmal eine Landing Page.

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Kapitel 05

Woran du ein faires Angebot erkennst

Nimm jedes Website-Angebot und stell ihm sechs Fragen. Ein seriöser Anbieter beantwortet alle, ohne zu schwimmen:

  • Sind Texte, Fotos und die Übernahme der alten Inhalte enthalten oder Extraposten?
  • Wie viele Design-Vorlagen sind kalkuliert und was kostet eine zusätzliche?
  • Was passiert mit meinen Google-Platzierungen beim Umzug? Wer plant die Weiterleitungen?
  • Welche laufenden Kosten entstehen ab Livegang: Hosting, Updates, Änderungen?
  • Welche Nutzungsrechte, Domain-, Konto- und Zugangskontrollen erhältst du nach der Bezahlung, und welche Rechte Dritter bleiben bestehen?
  • Wie wird die Seite auf relevanten Bildschirmgrößen und mit Tastatur getestet? Responsive Webdesign und Zugänglichkeit sollten mit Prüfmethoden und Abnahmekriterien beschrieben sein.

Kapitel 06

So rechnen wir bei MINDWEBMEDIA

Bevor wir einen Preis nennen, messen wir den Umfang: Was soll die Seite können, welche Inhalte existieren schon, was muss neu entstehen, was soll sie nach dem Livegang leisten. Danach werden Preis, enthaltene Leistungen und der Umgang mit Änderungen transparent vereinbart.

Du bekommst die Kalkulation aufgeschlüsselt nach den vier Treibern, damit du siehst, wofür du bezahlst. Und wenn ein Baukasten oder eine einzelne Landing Page für deinen Fall die bessere Rechnung ist, sagen wir dir das. Auch wenn wir daran weniger verdienen.

Das ist keine Großzügigkeit, sondern Berufsehre aus dem Controlling: Kein Euro verlässt dein Konto ohne eine Zahl, die ihn rechtfertigt. Bei Webdesign-Projekten fängt das beim Angebot an.

Kurz gesagt

Das Wichtigste in Kürze

Eine belastbare Website-Kalkulation beschreibt mindestens Umfang, Inhalte, Technik und Pflege. Ein Festpreis kann passen, wenn Annahmen, Korrekturen, Abnahme und mögliche Zusatzleistungen schriftlich definiert sind.

Vergleiche Angebote nicht nur über die Endsumme, sondern über die Fragen aus diesem Artikel. Preisunterschiede können aus Umfang, Arbeitsweise, Rechten, Risiko oder ausgeschlossenen Leistungen entstehen.

Wenn du wissen willst, was DEINE Website kosten würde: Wir schauen uns deinen Fall an und rechnen es dir vor. Kostenlos, mit offener Kalkulation, und mit einer ehrlichen Antwort, falls du gar keine neue Website brauchst.

FAQ

Häufige Fragen

Was kostet eine Website denn nun konkret?
Eine belastbare Zahl setzt einen definierten Umfang voraus. Nach dem Gespräch sollten Preis, Annahmen, Korrekturen und mögliche Zusatzleistungen schriftlich feststehen; ob ein Festpreis passt, hängt vom Projekt ab.
Warum veröffentlicht ihr keine Preisliste?
Weil eine Preisliste für Websites so aussagekräftig wäre wie eine Preisliste für Häuser. Was wir stattdessen veröffentlichen, ist die komplette Rechenlogik auf dieser Seite. Damit kannst du jedes Angebot prüfen, unseres eingeschlossen.
Was kostet eine Website im Unterhalt?
Rechne mit vier Posten: Hosting, Domain, Updates und Änderungen. Wie viel das ist, hängt am System und daran, wie oft sich Inhalte ändern. Wichtig ist, dass diese Posten VOR Vertragsschluss auf dem Tisch liegen. Ein Projektpreis ohne Unterhaltsangabe ist eine halbe Auskunft.
Ist ein Baukasten nicht viel günstiger?
Beim Startpreis ja. Gerechnet wird aber über die Laufzeit: monatliche Gebühren, deine eigene Arbeitszeit und die Grenzen der Schablone, wenn die Anforderungen wachsen. Für manche Fälle ist der Baukasten trotzdem die richtige Antwort, und dann sagen wir dir das.
Was kostet ein Online-Shop im Vergleich zur normalen Website?
Das hängt von Produktzahl, Bezahlung, Versand, Steuern, Warenwirtschaft, Inhalten, Rechtstexten und Pflege ab. Diese Anforderungen können den Aufwand gegenüber einer einfachen Website erhöhen; eine feste Differenz gibt es nicht. Details zum Aufbau stehen auf unserer Online-Shop-Seite.
Wie läuft die Bezahlung ab?
Bei uns in Etappen gegen Meilensteine statt alles im Voraus. Du siehst zu jedem Zeitpunkt, welcher Teil des Projekts bezahlt und welcher geliefert ist. Auch das ist Controlling: Zahlungsfluss folgt Arbeitsfortschritt, nicht umgekehrt.

BEREIT?

Wir klären Ziel, Ausgangslage und Prioritäten, damit du mit einer klaren Richtung gehst.

ODER RUF UNS AN: 0151 44915708